Aus Räumen werden Zonen

Das Wohnen ist einem stetigen Wandel unterworfen. Die Möbel werden flexibler und individueller. Die Zukunft bringt uns neu Lebenskonzepte, und somit  passen die alten Raumkonzepte immer weniger zu individuellen Leben-Stilen der Zukunft. Außerdem ist der Wandel zum stetigen Begleiter geworden. Somit verändern sich zukünftig Strukturen in Raum-Wohnbereichen häufiger als bisher.

Farb-MDF  Tisch

Farb-MDF Couchtisch

Viel stärker als bisher zeigen die Konzepte des Wohnens, wer wir sind und wo wir hin wollen.

„Conceptual Living“  bedeutet daher, seinen Raum nach einem Konzept zu erschließen. Die Raumstrukturen werden  als gegeben angesehen, jedoch geben Räume nicht mehr den  Zweck und Nutzung vor wie es bisher der Fall war.

Es ist zu beobachten, dass Funktionen von Räumen verschmelzen w.z.b. Wohnzimmer und Küche oder auch Schlafraum mit Bad werden zu intimen Zonen der Wohnung, Arbeitsraum mit Küche verschmelzen zu Nahrungs- und Kommunikationsraum.

Floating Rooms – In Zukunft werden aus Räumen  Zonen. Menschen konzipieren ihre Wohnumgebung  an ihren Lebensumständen und Einstellungen. Für die Architektur bedeutet dies mehr einen wandelbare Wohneinheit zu schaffen mit offenen Grundrissen. Dies erlaubt den Bewohnern, sich durch entsprechend gestaltete Möbel  Raumzonen zu untergliedern. Lichtkonzepte werden nicht wie bisher für die gesamte Raumbeleuchtungen konzipiert,  sondern definieren Bereiche wie Arbeit, Nahrungsaufnahme, Erholungszone und dienen als Fokussierung auf Funktionsbereiche.  Die Architektur bietet  damit „nur“ mehr den  Rahmen, überlässt die Struktur  und  Einteilung jedoch dem Nutzer. Innerhalb der Raumstruktur entstehen Nutzungszonen, die die Wohnerfahrung aus machen.DSCN8176

Der Vorteil der hier entsteht ist, dass sich die Zonen an die konkreten, sich schnell wandelnden Lebenssituationen  anpassen. Mit den differenzierten Arbeits- und Lebensbiografien der Nutzer verändert sich die Art zu wohnen. Die Freiheit der Wahl der Lebenskonzepte  führt zu einer Wohnwelt, in der die Geschlechter gleichberechtigt über die Infrastruktur gleichermaßen verfügen. Demnach wohnen wir nicht mehr in abgeschlossenen Räumen sondern in Zonen. Zonen organisieren das menschliche Zusammenleben anders als bisher gewohnt. Die grundlegenden menschlichen Bedürfnisse spiegeln sich in den einzelnen Bereichen –  Ernährung, Kommunikation, Arbeit, Regeneration, Hygiene, Logistik- Lager, Unterhaltung, Liebe, Sport wider.  Dadurch entsteht eine andersartige und vielfältigere Umsetzung der individuellen Raumkonzepte als bisher.

Beleuchtung mit Leselicht, Wasserlack lasierend gerollt

Beleuchtung mit Leselicht, Wasserlack lasierend gerollt

Zukünftig definiert nicht mehr der Tisch wo man zu Abend isst, sondern das Essen wird im Stehen, Sitzen oder auf der Couch liegend eingenommen.  Die Küche wird nicht mehr als funktionale Kochwerkstatt der Frau angesehen, sondern  wird stärker Event -Mittelpunkt  der Wohneinheit. Oder es passiert das krasse Gegenteil, sie verschwindet optisch  unsichtbar hinter Schiebewänden. Küchen dienen vermehrt nicht nur zur Zubereitung von Nahrung, sondern  werden das Familien Management Zentrum, sind Inszenierungs-Orte von Koch-Events  unter Freunden und gesellschaftlicher Ort des Austauschs.

Liegebank

Liegebank

Möbel werden wesentlich wichtiger als bisher. Sie sind nicht mehr nur Aufbewahrungsort von Eigentum, sondern definieren stärker die einzelnen Zonen.  Funktionen wie Trennwandmöbel, Logistik – Lagerzone, Mehrfach Nutzung, Ausdruck von Möbel, spielen eine größere Rolle. In Zeiten einer wirtschaftlichen, politischen und mentalen Globalisierung will sich der einzelne eine Umgebung schaffen, in der er sich auskennt und wohlfühlt, mit der er sich identifizieren kann und die er gleichzeitig intelligent nutzen kann. Möbel verändern sich aktuell in ihrer Form und Größe.  Frei stehende Sofas nehmen mehr Platz ein wie auch Kästen. Der Raum wird vielmehr durch die Einrichtungsgegenstände definiert als bisher. Das starre Möbelstück wird vom flexiblen, leichten gut kombinierbaren Möbeln abgelöst.  In einigen Haushalten fehlen bereits  jetzt die klassischen Kästen, Kommoden und Sidebords für die Lagerung, sondern es dominieren nur mehr offene Regalsysteme oder Stapelboxen. Dies zeigt, dass man offen bleiben will für den Wandel und die Veränderungen der Zeit.

Paradoxerweise häufen sich immer mehr Dinge in einer Wohnung an. Dies erfordert neue Strategien der Logistik. Der Trend geht hin zum Logistik-Aufbewahrungsraum  mit Regalsystemen, Laden und Abstellflächen (Rad). Wir schaffen uns ein Dingoversum,  um die logistische Herausforderung  der Zukunft meistern zu können, in dem alle Dinge verschwinden sollen, die in den luftigen und leichten Regalen in den Lebenswohnzonen keinen Platz finden.

Regal aus Birkensperrholz

Regal aus Birkensperrholz

Die Trennung früherer Wohneinheiten von Arbeitsplatz ist immer mehr aufgehoben. Das „WORK@HOME“ betrifft bereits jeden fünften Erwerbstätigen. Es ersetzt nicht den Arbeitsplatz im Büro, sondern schafft die Möglichkeit, flexibler auf Arbeit zu reagieren. Wieder im kommen ist der Sekretär. Ein kleiner, sehr femininer Schreibtisch bildet sozusagen das Home Office.

von GB

von GB

die zentralen Trends bis 2025  – www.zukunftsinstitut.de

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