Holz an sich – Wasserhaushalt im Holz

Wasserhaushalt im Holz

Holz ist ein hygroskopischer Werkstoff, der bei trockener Luft Feuchtigkeit an die Umgebung Luft abgibt, und umgekehrt. Beim Einschlag (Schlägerung / Fellen von Bäumen) besitzt das Holz nach Art verschieden fiel Feuchte. Die Zellstruktur ist im lebenden Baum maximal gefüllt. Bei der Kiefer kann die Feuchte 200% ausmachen.

Wien 19 - Weide

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Aber unter den Bedingungen unter denen das Holz normalerweise eingebaut ist, enthält das Holz kaum noch Feuchtigkeit. Bei den Schwankungen die durch Abgeben und Aufnahme von Feuchtigkeit, entsteht ein Schwund (Schrumpfen des Holzes) oder Dehnung (Quellung Größer werden) des Holzes. Dies hat zur Folge, dass das Holz arbeitet. Die meisten Schwierigkeiten mit Holz sind direkt oder indirekt auf diese Veränderungen zurück zu führen.

Türkenschanz-Park - Lärche

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Daraus lässt sich schließen, dass Holz von der Umgebungsluft beeinflusst wird und solange Feuchtigkeit abgibt bis ein Gleichgewicht von Holzfeuchtigkeit und Umgebungsluftfeuchtigkeit herrscht. Um Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen, ergibt sich, dass Holz in der entsprechenden Holzfeuchte (Kurzzeichenu,die Masse des Wassers in den Zellhohlräumen des Holzes, bezogen auf die wasserfreie (darrtrockene) Holzmasse, ausgedrückt in Prozent.), dass in den bei Wohnräumen etwa 68% Holzfeuchte, einzubauen ist.

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Wann wird Feuchtigkeit vom Holz abgegeben und aufgenommen

Wenn die Umgebungsluft nicht gesättigt ist und die Luft noch Feuchtigkeit aufnehmen kann. Dies ist sehr von der Temperatur abhängig, denn z.B. kann die Luft bei 20° 17,3g Wasser pro m³ aufnehmen, wohin gegen es bei 50° schon 82,9 g/m3 sind. Die relative Luftfeuchtigkeit zeigt uns, wie viel Feuchtigkeit an Prozenten schon in der Luft ist. Ist in der Luft genügend Feuchtigkeit (100%) und kühlt die Luft ab, so wird der Taupunkt überschritten und die Feuchtigkeit kondensiert. Dies bedeutet, dass das Holz wiederum das Wasser aufnimmt und die Holzfeuchtigkeit steigt.

Projekt - Unternehmen Helden

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Freies Wasser und gebundenes Wasser

Holz hat Wasser auf zwei Arten gebunden. Man kann sich das wie mit einem Naturschwamm vorstellen. Nimmt man ihn als vollgefüllten nassen Schwamm und drückt in aus, so wird alles freie Wasser herausgedrückt. Er nimmt nach dem Auspressen die volle Größe wieder an, bleibt flexibel und fühlt sich noch nass an. Bei Holz wird dieser Zustand als Fasersättigungspunkt bezeichnet. Er liegt in etwa bei 30%. In diesem Zustand ist kein freies Wasser mehr vorhanden, aber die Zellwände sind noch mit Wasser gesättigt und daher noch weich. Trocknen die Zellwände ebenfalls, so schwindet das Holz und seine Festigkeit erhöht sich. Das gebundene Wasser wird nicht wie das freie Wasser in einem Gefäß gehalten, sondern durch physikalische Anziehungskraft in den Zellwänden mehr oder weniger gehalten.

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