holz an sich – abnormes Holz – Holzfehler

Abnormales Holz / Holzfehler

 

Unter dem Begriff Holzfehler versteht man Abweichungen von der normalen Beschaffenheit des Stammes und so auch des Holzes. Toshiba Exif JPEGWie uns das Maserholz zeigt, macht sich der Tischler die Abweichungen manchmal zunutze.

Es wird unterschieden

Wuchsfehler

Zwieselwuchs, Exzentrischer Wuchs, Krummschälig, Abholzigkeit

Fehler im Anatomischen Aufbau

Wurzelmaserwuchs, Spanrückig, Wimmerwuchs, Drehwuchs, Astigkeit, Mondringe, Rotjährichkeit – Druckholz, Zugholz, Harzgallen

Fehler durch äußere Einflüsse

Ringschäle, Knickung, Risse, Frostschäden

Schäden durch Tiere und

Menschen

Einschlagteile in lebende Bäume, Wildverbiss,

Schäden durch Umwelteinflüsse

Emission, Transmission, Immissionen

Juveniles Holz

Es ist bei den Koniferen vorherrschend, vorwiegend bei Plantagebäumen, die sehr rasch wachsen. Dieses Holz ist gekennzeichnet durch geringere Festigkeit. Es wirft sich beim Trocknen meist ungünstig aus und kann zu vermehrten Verwerfungen führen. Es sind meist nur die inneren Jahresringe, in etwa 5 – 20 Jahre dabei betroffen.

Druck – und Zugholz

Es kommt dieser Wuchsfehler zustande, wenn der Baum auf einem Hang steht oder durch Windruck einseitig belastet wird.WUCHSF~2 Weiters spielt einseitiger Astwuchs durch Schutz vor Sonne oder Schneedruck im Winter und teilweise Entwurzelung durch Sturm eine Rolle.

Der Baum versucht durch Wachstum in der entsprechenden Druckzone verstärkend zu wirken. Der Baum bildet Reaktionsholz an den entsprechenden Zonen. Meist bei Nadelhölzern wird das Druckholz ausgebildet und verstärkt die Stabilität, indem es die Jahresringe breiter ausbildet. Dies ist ein größerer Zuwachs an Reaktionsholz an der Seite des Stammes wo der Druck auftritt (windabgewandten Seite). Bei Laubhölzern passiert diese Abstützung um gekehrt.Hier wirken die Zellenfasern auf Zug und diese befinden sich auf der windzugewanten Seite des Stammes und werden als Zugholz bezeichnet. Erkennbar ist dies gut auf der Hirnholzseite. Meist ist der Kern nicht in der Mitte des Stammes

Dieses Reaktionsholz hat negative Auswirkungen bei der Verarbeitung. Das Holz ist in einem Brett unterschiedlich hart, spröder, brüchig und hat dadurch ein unterschiedliches Schwindverhalten und wird sich stärker und unberechenbarer verwerfen als sonst. Bei der Oberflächenbehandlung kommt es meist auch zu Schwierigkeiten.

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