Linde

Linde LI (Tilia)

Die Gattung umfasst 50 Arten die auf der ganzen Erde verstreut sind. Neben der Zirbe ist die Linde das klassische Bildhauerholz. Wir unterscheiden zwischen der Winter-, Stein-, oder kleinblättrigen Linde und der Sommer- oder groß blättrigen Linde. Dieser Baum hat eine gelblich grauweiße bis rötlich weiße Farbe im Reifholz und einen weißlichen Splint.

Die Maserung ist keineswegs ausdrucksstark. Sie ist sehr weich, leicht und nur im trockenen Zustand dauerhaft. Dieses Holz ist bei den Drechslern und Tischlern sehr geschätzt zur Herstellung von exakten, kleinen Modellen, Spielwaren, Gussmodellen, Bilderrahmen, Leisten, Blindholz, Blindfurnier, Zeichenbretter, Schnitzwerk und beim Instrumentenbau geeignet. Es ist in großen Dimensionen erhältlich und wurde daher gerne für Skulpturen im ganzen Stamm verwendet. Aus dem Rindenbast wurden Leim-Pinseln hergestellt.

 

Holzarten unter www.holzwurm-page.de

 

Familie: Tiliaceae – Lindengewächse

Tilia americana (amerikanische Linde = Basswood)

Tilia cordata (kleinblättrige Winterlinde)

Tilia platyphyllos (großblättrige oder Sommerlinde)

Tilia tomentosa (Silberlinde)DSCN2911

Sommer-Linde (Tilia platyphyllos) – Großer bis 40m hoher und 1.5 m dicker Baum mit gewölbter, breiter Krone. Rinde dunkelgrau, mit feinen Längsfurchen und mitunter auch mit flachen Leisten. Äste steil aufrecht. Junge Zweige rötlich-braun, kahl oder flaumhaarig. Behaarung meist auf die Spitzenregion beschränkt. Wichtiges Unterscheidungsmerkmal: Blätter unterseits mit weißlichen Haarbüscheln in den Achseln der Blattnerven. Wichtiger Waldbaum in Mittel- und Osteuropa, bis zur Ukraine und nach Kleinasien verbreitet Der Baum kann ein Alter von 1500 Jahren erreichen und sein Holz hat einen gelblich, breiten Splint und ist im Kern etwas rötlicher. Das Holz ist noch leichter als das der schon leichten Winterlinde und hat eine gleichmäßige Textur. Ist weich, dicht faserig, zäh, elastisch leicht spaltbar. Wird es beschnitten, hat es einen leichten Glanz und lässt sich gut bearbeiten. Sie wird gerne zu Drechslerarbeiten, Bildhauerarbeiten und für Bilderrahmen verwendet. Weiters werden Zündhölzer und Holzwolle aus dem Holz erzeugt. Die Blätter werden weiters als Tee verwendet. Bei den Germanen und Slawen war die Linde heilig und war der Göttin der Fruchtbarkeit geweiht. Als Dorflinde oder Gerichtslinde spielte sie eine große Rolle in einem Dorfleben. In Parks stehen häufig Lindenbäume, die einem Dichter gewidmet sind wie Luther- oder Goethe-Linden.

Winter-Linde (Tilia cordata) – Stattlicher sommer-grüner Baum der bis über 30 m Höhe mit dichter und gewölbter Krone erreicht. Rinde grau, an jungen Bäumen sehr glatt, später dunkler grau bis braun mit breiten Rissen. Zweige fast kahl, oben bräunlich rot, Unterseite olivgrün. Die Winterlinde kann 1000 Jahre alt werden und einen Durchmesser von 2m erreichen. Das Holz ist biegsamer, fester, aber auch stärker schwindend als das der Sommerlinde. Wichtiger Waldbaum, der in Europa von den Pyrränen bis zum Ural, der Krim und dem Kaukasus , Westsibirien weiters bis Nordostanatolien beheimatet ist. Sie ist ein wichtiger Zierbaum für Parks und wird als Straßenbaum der zurückgeschnitten werden kann gepflanzt. Das Holz wird zu Zeichenbrettern, Bilderrahmen und vor allem zu Plastiken verarbeitet. Aus Lindenholz gewonnene Kohle wird zum Zeichnen verwendet. Der Bast wurde früher zu Seilen und Kleidern verarbeitet. Aus den Samen wird Öl gewonnen das wie Ölivenöl einsetzbar ist.DSCN2914

Silber-Linde (Tilia tomentosa) – Ansehnlicher Baum bis 30 m Höhe mit breit pyramidalem Wuchs oder kugelig gewölbter Krone. Rinde dunkelgrau-grünlich, mit einem Netzwerk schmaler, flacher Risse und Leisten überspannt. Äste sehr variabel, meist ziemlich gerade, aufrecht. Junge Zweige filzig weißlich behaart, später Oberfläche dunkelgrau-grünlich, Unterseite hell grün. In Südosteuropa bis Nördliches Kleinasien und auf der Balkanhalbinsel beheimatet, weiters bis nach Nordungarn verbreitet. Häufig als Alleen-, Park- oder Zierbaum gepflanzt.

Hängende Silber-Linde (Tilia petiolaris) – Baum bis etwa 30 m Höhe mit meist recht schmal gewölbter Krone. Rinde dunkel oder blass grau, mit schmalen, flachen Leisten und Furchen. Herkunft dieser Art ist unklar. Meist wird sie als entfernte Variante der vorigen Art angesehen. Häufig auf Friedhöfen, in Parks und als Straßenbaum gepflanzt.

Rot-Linde (Tilia rubra) – Der Sommer-Linde sehr ähnlich, jedoch mit kräftigen Blättern, die am Rande borstig gezahnt sind und eine etwas schiefere Blattbasis zeigen. In Südosteuropa beheimatet. Seltener angepflanzt

Holländische Linde (Tilia vulgaris) – Stattlicher Baum bis fast 50 m Höhe mit hoher, gewölbter, etwas unregelmäßig aufgebauter Krone. Rinde matt grau, an jungen Bäumen glatt, später längs rissig mit flachen Furchen und Leisten. Stamm oft mit Maserknollen und Schösslingen. Bastard aus der Sommer- und der Winter-Linde, wird prächtiger als die Ursprungsart.  Als Park- und Straßenbaum wesentlich häufiger gepflanzt. In Europa weit verbreitet, auch als natürlicher Bastard.

Krim-Linde (Tilia euchlora) – Mittelgroßer Baum mit unregelmäßiger Krone, bis etwa 20 m hoch. Rinde glatt, matt grau, an älteren Bäumen zerrissen und braun. Vermutlich Bastard aus der Winter-Linde und der Schwarzmeer-Linde (Tilia dasystyla) Der Bastard wird sehr häufig als Allee- und Parkbaum gepflanzt.

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