Aussehen des Holzes

Zeichnung / Textur

Holzarten unter

Im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Maserung bezeichnet. Bei Normalwuchs wird sie durch die Struktur des Holzes hervorgerufen und durch Wuchsanomalien sowie durch Farbdifferenzierungen. Die durch Bearbeitung strukturabhängige Textur wird u.a. bestimmt durch die Porengefäße, Zuwachszonen, Längsparenchymbänder, Farbbänder, Interzellularkanäle, Holzstrahlen, Harzkanäle und die Jahresringe. Abweichungen des Faserverlaufs, farbliche und optische Effekte, Holzfehler und Schädigungen bestimmen das Aussehen.

ZEICHN~1

 Bezeichnungen für einige Texturen

Feine Textur – Beschreibung von feinporigem Holz mit relativ kleinen Poren-durchmessern, insbesondere im Hinblick auf die Oberflächen-Behandlung.

Feinjährigkeit

Holz ist feinjährig gewachsen, wenn die schmalen Jahrringe möglichst eng und gleichmäßig liegen. Schlicht

Erscheinungsform: Einheitliche schlichte Holzzeichnung, die sich farblich und optisch gleichmäßig zeigt. Ahorn, Linde, Weißbuche, Erle, Birnbaum, Birke,, Abura, Tola, Ilomba.

Ahorn

Ahorn

Grobe Textur Beschreibung von grobporigem Holz mit relativ großen Porendurchmessern, insbesondere im Hinblick auf die Oberflächenbehandlung Esche, Eiche, Rüster.

Robinie

Robinie

Gefladert, Fladern

Ein meist kegelartiges oder ovales Bild, das durch Farb- oder Strukturunterschiede beim „flachen“ Anschnitt (tangential) hervorgerufen wird, bei den meisten Nadelhölzern und allen ringporigen Hölzern durch den Unterschied von Früh- und Spätholz, bei anderen Laubhölzern durch den Wechsel von Faserzellen und Speicherzellen, wie z. B. bei Wenge oder durch einen farblichen Wechsel bei Zebrano.

CoraNuss

CoraNuss

Gestreift Durch markante Früh- und Spätholzausbildungen mit markanten Jahresringen mit langgestreiften Streifenzeichnung Nadelhölzer, ringporige Laubhölzer,

Gespiegelt

Zu meist sind es Querzeichnungen die deutlich heller gefärbt, quer zur Faser verlaufen und eine deutliche Querzeichnung bei Radialschnitten zeigt. Vorkommend bei Eiche, Platane, Koto, Eyong, Silky seltener bei Rodbuche

Platane

Platane

Geriegelt, Gewellt, Riegeltextur

Dekorative quergestreifte Zeichnung bei bestimmten Holzarten, insbesondere auf radialen Schnittflächen (z.b. Ahorn); die Fasern sind hier – statt normal axial gestreckt – in einer Ebene (meist tangential) kurz gewellt.

Geflammt

Pommele – Textur

Gemasert / Maserholz:

Vom normalen Wuchs durch Faserwirbel abweichende Strukturen; sie ergeben beim tangentialen Einschnitt oder durch Schälen überwiegend rundliche Formen, wie z. B. bei Rüster. Maserholz kann in Knollen oder auch in Stämmen vorkommen.

Maserwuchs Eine Wuchsanomalie mit stark veränderten Holzstrukturen, kann z.B. zu sehr dekorativen Furnier-Texturen führen. Entstehung durch gehäuft vorhandene Präventivknoten („schlafende Augen“), die immer wieder im Wachstum unterbrochen und überwallt werden; dadurch entstehen entweder im Wurzelbereich (Wurzelmaserknollen) oder im Stammbereich (Maserstämme) mehr oder weniger große beulen- oder knollenartige Auswüchse.

Gehaselt, Haselwuchs,

Zahlreiche kleine V-förmige Einbuchtungen der Jahrringe, besonders deutlich auf gespaltenen Tangentialflächen erkennbar. Kommt gelegentlich bei bestimmten Koniferen vor (z.B. Fichte aus Hochgebirgslagen 800 – 1500m) und ergibt auf Radial- und Tangentialschnitten eine dekorative Zeichnung. Gesuchtes Holz für Resonanz- und Klangholz.

Geäugt, Vogelaugenahorn, Vogelaugentextur

Textur auf Schälschnitten (Tangentialfläche), die durch den Anschnitt linsenförmiger Vertiefungen der Jahrringe als kleine runde oder ovale Flächen von nur wenigen Millimeter Durchmesser entstehen und wie Vogelaugen aussehen

Pyramiden Textur(-Struktur)- Sie entstehen aus tangentialen Anschnitten sich gabelnder Stämme gleicher Stärke; die wirbelige Zellstruktur an ihrer Nahtstelle ergibt besonders dekorative Strukturbilder bei Amerikanischem Mahagoni.

Drape-Textur

Wechseldrehwuchs:

Eine bei verschiedenen Tropenhölzern vorkommende arteigene Struktur. Sie entsteht durch eine 1 bis 8 cm breite, im wechselnden Drehsinn spiralig um die Stammachse (Markröhre) laufende Schichtung der Zellen. Da von Schicht zu Schicht die Richtung der Zellachse wechselt bzw. sich kreuzt, entstehen bei radialem Anschnitt Flächen aus Streifen mit unterschiedlich gerichteten Zellen. Hierdurch wird eine wechselnde Reflexion des Lichtes erzeugt, die einen Wechsel von matten und glänzenden Streifen hervorruft. Nachteilig kann sich der Wechseldrehwuchs durch eine streifige Widerspenstigkeit (Ausreißen) und durch ein stärkeres Verziehen bei Seitenbrettern geringer Dicke auswirken

Astige Textur

bei Zirbe, Wacholder anzutreffen

Spiegelschnitt Spiegeltextur – Die Jahrringe sind als parallel zur Stammachse verlaufende und die Markstrahlen als radial verlaufende Streifen zu sehen. Die längs angeschnittenen Markstrahlen erscheinen als glänzende Spiegel. Sie bestehen bei Laubhölzern bis zu 40 Zellen breite und 1000 Zellen in der Höhe und können daher bis zu 10 cm breit werden, wie uns die Weisseiche zeigt. Eine Spiegeltextur ist bei einigen Hölzern typisch wie z. B. für Eiche Buche, Ahorn, Lacewood (Silky) und Ahornblättrigen-Platane. Bei einigen Hölzern erscheint die Siegelung dunkler als bei Ahorn, Platane oder heller als bei Kirsch und Tulpenbaum.

Schälfurnier

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